Beiträge von Oktober - Dezember 2019
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Hoher Besuch in Neustrelitz
Am Sonntag den 13. Oktober war der Versuchs ICE 605 017 auf Überführungsfahrt nach Meyenburg in der Prignitz. In Neustrelitz legte er am Nachmittag einen zweistündigen Stopp ein, befuhr dabei die Hafenbahn und stellte sich den zahlreichen Zuschauern teilweise vor.Danach ging die Fahrt weiter über Waren, Malchow und Karow nach Meyenburg. Von dort aus sollen die nächsten zwei Wochen Versuchsfahrten in Richtung Karow erfolgen. Was dort getestet werden soll, ist mir derzeit nicht bekannt.
Die ersten drei Fotos sind im Neustrelitzer Hafen aufgenommen worden. Das folgende bei Jabel auf der Fahrt nach Malchow, dem sich zwei Fotos in Malchow anschließen.

(15.10.2019, Fotos: Michael Uhren)







Im Hbf Schwerin gestrandet
Am Sonnabend Abend kam der ICE 411 070 "Prenzlau" mit Rauchentwicklung zum Halten. Die Schweriner Berufsfeuerwehr rückte an, brauchte aber wohl nicht groß eingreifen. Es soll sich um eine feste Bremse gahandelt haben (?). Die rund 200 Fahrgäste mussten den Zug verlassen. Am Montag Morgen (siehe Foto) stand der ICE immer noch auf dem Schweriner Hbf abgestellt. So eilig hatte man es wohl nicht mit dem Transport zur nächsten Werkstatt, die wohl in Hamburg sein müsste.

(14.10.2019, Foto: Volker Hofmann)


Mit der 35 1097 von Wismar nach Wittenberge
Am Sonntag den 13. Oktober fand die zweite Sonderfahrt mit der Dampflok 35 1097 von Wismar aus statt. Der im Wittenberger Eisenbahnmuseum agierende Verein, lud anläßlich seines 25 jährigen Bestehens, zum Herbstfest ein und viele kamen. Die Fahrstrecke führte über Schwerin, Ludwigslust, Karow, Pritzwalk nach Wittenberge.
Da der Sonderzug Schwerin bereits um 7.35 Uhr verlassen sollte, begann der Sonntagsausflug für mich recht früh und an dem kleinen Hp Sülstorf sollte die erste Aufnahme entstehen. All zu hell war es um 10 Minuten vor Acht noch nicht, als die 35er mit Höchstgeschwindigkeit angebraust kam. Die Strecke Holthusen - Ludwigslust hatte gerade erst ihr 130 jähriges Jubiläum begangen.


Als nächster Fotopunkt war der Bahnhof Neustadt Glewe an der Strecke Ludwigslust - Parchim angedacht. Hier ist die Ein- und Ausfahrt des Zuges zu sehen.



Ein Parchimer Fotomotiv musste entfallen, da der Zug doch recht flott unterwegs war und so wurde der ehemalige Bahnhof Rom angesteuert. Bekannterweise sollen ja viele Wege nach Rom führen und an dem Tag sogar mit einem Sonderzug, der aber dort nicht hielt. Vermutlich werden es auch die wenigsten Fahrgäste mitbekommen haben, gerade an so einem kleinen Bahnhof mit einem großen Namen vorbeigefahren zu sein.


Im folgenden Bahnhof Lübz war ein Wasserhalt vorgesehen. Die örtliche Feuerwehr kümmerte sich um das Problem und viele sahen ihnen dabei zu.


Als nächstes Motiv stand die Einfahrt in den Bahnhof Karow an. Die Frage war blos, von der Brücke aus oder doch lieber dichter bei den Signalen. Ich entschied mich für ersteres wie man sieht. Bei der Ausfahrt kam dann die Sonne voll heraus.



Die Einfahrt in den Bahnhof Ganzlin folgte als nächstes.


Dann verließ der Zug Mecklenburg und passierte vor Meyenburg die Landesgrenze zu Brandenburg. Die Ausfahrt aus dem Bahnhof Meyenburg folgte alsbald. Lange ist es her, das ich öfter nach Meyenburg gepilgert bin, um abgestellte Dampfloks aufzunehmen. Der Bahnhof war einst ein zentraler Abstellort für die Rbd Schwerin gewesen.


Über Putlitz fuhr ich schnell nach Perleberg und war auch nur wenige Minuten vor dem Zug dort angekommen. Hier die Durchfahrt wieder in flottem Tempo. Man fuhr bereits seit längerem dem Fahrplan hinterher.


Da das Wetter dann leider doch kippte und der erste Regenschauer vom Himmel fiel, ersparte ich mir weitere Streckenaufnahmen und so entstand nur noch die nächste Aufnahme auf dem Wittenberger Bahnhof, als der Zug noch einmal nach Pritzwalk pendelte.


Im Wittenberger Eisenbahnmuseum konnte man sich auch gut die Zeit bis zur Ankunft der 35er vertreiben. Es gab hier genügend Fahrzeuge aller Traktionen zu sehen. Zwei Dampfloks luden zu Führerstandsmitfahrten ein und waren stets dicht umlagert. Als dann später die 35 1097 ihren Sonderzug auf das Meseumsgelände brachte, folgte sogleich die Restaurierung der Lok, von zahlreichen Kameras beobachtet.





(14.10.2019, Fotos: Detlef Radke)

Sonderzug nach Stettin
Am heutigen Tag fand die erste der beiden Sonderfahrten mit der Dampflok 35 1097 von Wismar aus statt. Das Reiseziel war das polnische Stettin (die polnische Schreibweise ist mir jetzt zu kompliziert). Der Sonderzug endete aber bereits in Löcknitz und es ging dann per Bus weiter nach Stettin. Hohe finanzielle Forderungen der polnischen Staatsbahn, bei Weiterfahrt mit dem Dampfzug, führten zu dieser Entscheidung. Trotz widriger Wetterverhältnisse stellte sich ein Eisenbahnfreund hinter Waren (Müritz) bei Kargow an die Strecke und nahm die Vorbeifahrt auf. Als Schlusslok lief die 110 101 mit.

(12.10.2019, Fotos: Michael Uhren)





130 Jahre Bahnstrecke Holthusen - Ludwigslust
Fünf an der Strecke liegenden Gemeinden bereiteten das Streckenjubiläum vor. Bereits seit Januar agierten sie unter Volldampf. Da nur Sülstorf einen intakten historischen Bahnhof hat, feierte Holthusen mit in Sülstorf. Die weiteren Aktionsorte waren Uelitz (Schrankenposten 13 mit Bahnwärterhaus), Gemeindehaus Rastow (der Vereinsfreunde Dunkelkammer Rastow e.V.) und die Heimatstube Lüblow sowie dem Gemeindehaus gleich daneben. Überall gab es ein kleines Bewirtungsangebot, Vorträge, Ausstellungen (Sonderausstellungen) und Musikalische Umrahmung am Wochenende 5./6. Oktober. Für diesen Anlass organisierte das an der Bahnstrecke liegende Dorf Sülstorf am 5. Oktober ein kleines Bahnhofsfest mit großer LEGO Eisenbahn und Hüpfburg für die Kinder und einer kleinen Ausstellung zur Bahngeschichte im inzwischen privat genutzten Empfangsgebäude. Die Transportpolizei schaute auch mal vorbei und als Überraschungsgast sprach die einstige Rbd Präsidentin Frau Fölsch, die kleine Frau am Mikro, ein paar Worte zu den Anwesenden.






In der 130 jährigen Eisenbahngeschichte des Ortes gibt es leider auch einen ganz schwarzen Fleck, aus den letzten Tagen des 2. Weltkrieges. An ihn wurde auch erinnert, durch einige Aufsteller aus den Räumen der Mahn- und Gedenkstätte Wöbbelin. In der Nähe Wöbbelins begann im Februar 1945 der Aufbau eines Gefangenenlagers, als Ersatz für ein solches in Swinemünde. Geplant war die Unterbringung ausländischer westlicher Kriegsgefangener. Dazu kam es aber nicht und so sollte es in den letzten Kriegswochen als Auffanglager für KZ Häftlinge dienen, die man per Zug aus zu räumenden Außenlagern des KZ Neuengamme heranschaffte.
So begann am 9. April 1945 die Leidensfahrt für etwa 1350 männliche und etwa 3000 weibliche Häftlinge in Beendorf bei Marienborn in etwa 60 offenen und geschlossenen Güterwagen. Über Magdeburg, Stendal, Nauen, Wittenberge, Ludwigslust endete die Zugfahrt zunächst nach vier Tagen auf dem Bf Sülstorf. Vier Tage ohne jegliche Nahrung überlebten ca. 500 Häftlinge nicht. Die Toten warf man teilweise einfach aus dem Zug oder verscharrte sie irgendwo am Bahndamm, wenn der Zug mal länger stehen blieb. Nachzulesen in einer Broschüre besagter Gedenkstätte in Wöbbelin ("Der KZ-Zug von Sülstorf"). Ein kleiner Ausschnitt einer Infotafel:

(8.10.2019, Fotos: Detlef Radke, Volker Hofmann)

Sonderfahrtvorschauen




Mit dem Dampfzug nach Stettin oder Wittenberge

Am Wochenende 12./13. Oktober 2019 bieten der Verein IG Schienenverkehr Ostfriesland e.V. in Kooperation mit den Eisenbahnfreunden Wismar e.V. Nostalgie-Dampflok-Fahrten mit der Dampflok 35 1097 und einem Reichsbahn-Wagenzug nach Stettin und nach Wittenberge an.

„Zugpferd“ wird die 1959 von der Deutschen Reichsbahn als Neubau-Dampflok in Dienst gestellte, bis zu 110 Stundenkilometer schnelle Dampflokomotive 35 1097 sein, die noch mit echter Steinkohle befeuert wird. Nehmen Sie Platz in den historischen Waggons der 60er bis 70er Jahre der 1. und 2. Wagenklasse. Am offenen Fenster lassen Sie sich den frischen Wind und die Dampfwolken der arbeitenden Lokomotive um die Nase wehen. Im Sonderzug ist ein original Mitropa-Speisewagen der Deutschen Reichsbahn eingereiht, in dem Sie typische Getränke und Speisen zu moderaten Preisen aus der Reichsbahnzeit erhalten. Der Zug verfügt über Toiletten in allen Wagen.

Am Samstag, dem 12. Oktober ist das Reiseziel Ziel Stettin (polnisch Szczecin), die Hauptstadt der polnischen Woiwodschaft Westpommern.

Der Sonderzug nach Stettin startet morgens in Wismar gegen 06.00 Uhr und fährt weiter über Bad Kleinen, Bützow, Güstrow, Waren/Müritz, Neustrelitz, Neubrandenburg und Pasewalk nach Stettin. Ankunft gegen 12.30 Uhr. Rückfahrt ab Stettin ca. 17:30 Uhr. Rückkunft in Wismar wird gegen 23.30 Uhr sein.

Am Sonntag, dem 13. Oktober ist das Reiseziel Wittenberge. Der ansässige Eisenbahnverein “Dampflokfreunde Salzwedel e.V.“ veranstaltet an diesem Tag im Bahnbetriebswerk sein 25-jähriges Jubiläumsfest, wo wir mit unserem Sonderzug zu Gast sein werden. Dort wird für Jung und Alt einiges geboten. Der historische Ortskern Wittenberges lädt zum Verweilen ein.

Der Sonderzug nach Wittenberge startet morgens in Wismar gegen 07.00 Uhr und fährt weiter über Bad Kleinen, Schwerin, Ludwigslust, Neustadt-Glewe, Parchim, und weiter über die von der Stilllegung bedrohte Mecklenburger Südbahn (!) über Lübz, Karow (Meckl.), Plau am See, Meyenburg, Pritzwalk und Perleberg nach Wittenberge und zurück. Vielleicht ist das die letzte Gelegenheit, die Mecklenburger Südbahn mit einem Dampfzug zu bereisen. Ankunft gegen 11.30 Uhr. Rückfahrt ab Wittenberge ist für die 17.30 Uhr angesetzt. Rückkunft in Wismar wird gegen 22.00 Uhr sein. (Die Rückfahrt erfolgt über Ludwigslust – Parchim – Schwerin).

Fahrkarten gibt es ab 69,00€ in der 2. Klasse (ab Wismar) pro Person für Hin & Rückfahrt nach Stettin. Die Fahrt nach Wittenberge kostet ab 39,-€ (ab Wismar) pro Person für Hin & Rückfahrt. 1.Klasse ist gegen Aufschlag buchbar.
Die Fahrkarten sind nur im Vorverkauf auf der Homepage www.igso-online.com buchbar. Informationen erhalten Sie per Mail an info@igso-online.com oder Montags bis Freitags zwischen 18:00 Uhr und 20:00 Uhr unter der Telefonnummer: 0 49 31 / 9 73 13 45.

Fehler gefunden?
Hier noch einmal das Mollifoto vom Quartal vorher, welches mit der Frage verbunden war, was hier wohl nicht stimmt? Aus fotografischer Sicht gibt es an dem Foto nichts auszusetzen. Doch zeigt das Bild eine Situation, die es normalerweise beim Molli nicht gibt. Die 99 331 steht falsch herum vor dem Werkstattgebäude! Denn Mollikenner werden es wissen, alle Dampfloks fahren stets mit dem Schornstein voran von Kühlungsborn nach Bad Doberan. Da es dort auch keine Drehscheibe gibt, ändert sich daran auch nie etwas. Es sei denn, man lädt eine Lok anders herum vom Tieflader ab. Wie es in dem Fall geschehen ist. Doch dies war nicht etwa ein Versehen, sondern Absicht.
Durch den vsl. am 21. Oktober geplanten Abtransport der 99 2322 zur HU nach Meiningen ergibt sich die einmalige Gelegenheit einen Tieflader kurz hintereinander 2 x in Bad Doberan zu haben und somit kostengünstig eine Lok zu drehen und wieder zurückzudrehen. So hat man sich entschlossen, die 99 331 von Borkum kommend gedreht, mit Rauchkammer in Richtung Kühlungsborn abzuladen und spätestens am 21. Oktober wieder umzudrehen, um sie im November wieder in den Plandienst zu schicken. Zum Bahnhofsfest am 5. Oktober soll die Lok "falschherum" in Kühlungsborn ausgestellt werden. Zusätzlich wird bei entsprechender Zahlungsbereitschaft von Fotofreunden ein spezieller Fotozug bis dahin verkehren. So das die auf dem unteren Bild zu sehende Zuggarnitur einmal mit einer vorwärts fahrenden Lok erlebt werden kann.
(2.10.2019, Fotos: Jan Methling)



Kurzzeitiger Hochbetrieb auf dem Bahnhof Holthusen
Hochbetrieb am 19.09.2019 auf dem Bf Holthusen. 15.25 Uhr auf Gleis 3 Ankunft von 232 347-5 mit dem Militärzug aus Hagenow gleichzeitiger Halt von RB 17 auf Gleis 1 nach Ludwigslust. Aus Rostock kommend schob sich 155 243-9 auf Gleis 2 zur Übernahme des Militärzuges heran. Als sich 232 347-5 nach getaner Arbeit Richtund Schwerin entfernt, passiert 155 218-1 mit Schüttgutwagen in voller Fahrt Richtung Süd die Szenerie. Zu erkennen ist, der Lokführer ist auch ein Fotofreund. Nach meinem Standortwechsel auf den Bahnsteig mußte nur noch dem ICE "Bingen am Rhein" freie Fahrt gewährt werden und dann setzte sich 155 243-9 langsam in Richtung Süden in Bewegung, das war um 15.45 Uhr. Also 20 Minuten lang erlebnisreicher Bahnbetrieb.
(2.10.2019, Text und Fotos: Ronald Behling)