Beiträge von Juli - September 2018
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Streckenverlängerung beim "Lütt Klützer Kaffeebrenner"
Derzeit läuft die Streckenverlängerung ab Reppenhagen auf vollen Touren. Der beauftragte Gleisbau Bautzen, sie haben auch die bereits bestehende Strecke aufgebaut, hat bereits die zwei Kilometer Gleis verlegt und ist bereits beim Einschottern. Das zukünftige Gleisende liegt beim Hof Gutow. Hier gab es bisher keine Bahnstation, als man noch zwischen Klütz und Grevesmühlen auf der Normalspur reiste. Ein Eröffnungstermin der verlängerten Strecke ist noch nicht bekannt. Es soll aber weiterhin nur ein Zug verkehren.
Die ersten drei Fotos zeigen den Bahnhof Reppenhagen am Abend des 2. Juli. Der Gleisabschluss wird nach Feierabend stets aufs Gleis gesetzt. Vom Umfahrungsgleis zweigt z.Z. ein wohl temporäres Abstellgleis ab. Hier stehen immer die Wagen zum Einschottern abgestellt. Den Arbeitszug zum Gleiseinschottern in Aktion zeigen die restlichen Bilder.
(13.7.2018, Fotos: Detlef Radke Bild 1 - 3, Ludger Gutwein)







Tag der offenen Tür im Regiowerk Rostock (Teil 2)
Weiter gehts beim Rundgang durch das Rostocker Regiowerk am Tag der offenen Tür. Am Nordende vor der Wartungshalle sollte die Taufe des Triebwagens 442 349 stattfinden und so sammelten sich immer mehr Schaulustige um die kleine Bühne. Der Sekt stand bereit, bewacht von einer Bahnmitarbeiterin und man wartete auf die offiziellen Gäste. So kamen dann der Rostocker Oberbürgermeister, der Konzernbeauftragte der DB für diese Region und aus Schwerin von der Landesregierung der Minister Pegel. Nach dem alle drei plus dem Chef des Regiowerkes ihre Reden geredet hatten, öffnete sich das Hallentor und ein Rangiergerät schob den Täufling an die Bühne heran, wo er von den drei erstgenannten Herren mit Sekt begossen werden durfte. Für die optische Umrahmung sorgte noch eine "Rapskönigin". Der Herr im roten T-Shirt ist der Werkschef. Minister Pegel kam ganz zivil in Jeans und weißem Hemd daher. Beim Taufvorgang entstand ein arges Gedrängel um die besten Fotos. Da hatte ich leider das Nachsehen, aber meine Frau stand recht günstig und steuert hier auch mal ein Bild mit bei.



Nach dem dieser Tagungspunkt abgehakt war, stellten wir uns am alten Ringlokschuppen an, wo die Werkstattführungen begannen. Mitarbeiter des Regiowerkes führten laufend kleine Gruppen durch die Bereiche. Im Ringlokschuppen standen die 112 146 ohne Drehgestelle, die gerade zur Aufarbeitung außwärts waren, die 120 203 und die 112 110. An der Achssenke befand sich die 120 202.




Im Außenbereich fiel als erstes ein UBB Triebwagen auf. Neben dem immer noch vorhandenen Wasserkran stand auch die 120 205 und ein Triebwagen der Baureihe 642. Die 120er dürften so langsam aus dem Betriebsdienst ausscheiden. Vier der fünf Rostocker Maschinen standen an dem Tag dort abgestellt.



Nach dem Werkstattrundgang gings noch einmal durch den neuen Anbau neben der Wartungshalle, die eigens für die neuen 445er Triebwagen errichtet worden ist, so weit ich weiß. Ein Triebwagen stand zur Besichtigung bereit. Im Außenbereich wurden auf der Rangierlok 333 670 Führerstandsmitfahrten angeboten.



Ein für mich doch recht interessanter Blick hinter die Kulissen der Bahn ging damit zu Ende. Die Mitarbeiter des Rostocker Regiowerkes haben sich alle Mühe gegeben und ein sehr sauberes und aufgeräumtes Bahnwerk dem Publikum geboten. Einige hsitorische Fahrzeuge hätten die Veranstaltung sicherlich noch weiter abgerundet. Diese gibt es leider nicht in Rostock, sondern nur in Schwerin.
(13.7.2018, Fotos: Martina und Detlef Radke)

Ein besonderer Zug durchquerte Mecklenburg
Bereits am 24. Juni erfolgte ein schwergewichtiger Transport mit Überbreite von Senftenberg zum Seehafen Rostock. Einige nicht mehr benötigte Umformer, die in Bahnstromwerken genutzt wurden, sind ja bekanntlich nach Schweden verkauft worden. So erfolgte nun wieder ein Transport zum Rostocker Seehafen, diesmal über die nur selten befahrene Strecke Pritzwalk - Meyenburg - Karow - Priemerburg.
Das erste Foto zeigt den Zug beim Passieren des aufgelassenen Bahnhofs Falkenhagen, noch in Brandenburg. Bis zum nächsten Foto in Ganzlin hatte er bereits die Landesgrenze nach Mecklenburg überquert. Einen der beiden schwergewichtigen "Brocken" zeigt das dritte Bild im Bf Karow. Bei Priemerburg war der Fotograf für die Vierbeiner viel interessanter als der Sonderzug.
Das letzte Bild zeigt noch einmal die Zuglok nebst drei Silowagen am nächsten Morgen in Parchim. Dort hatten sie übernachtet, vermutlich wegen der nächtlichen Betriebsruhe.
(13.7.2018, Fotos: Frank Tille, Thomas Welzel Bild 4)






Tag der offenen Tür im Regiowerk Rostock
Am 1. Juli luden die Bahnmitarbeiter des Rostocker Regiowerkes der DB von 11 - 17 Uhr alle Interessierten zu einem Besuch ein. Trotz des schönen Strandwetters kamen die Besucher in stattlicher Anzahl. Wer nicht mit dem Auto anreiste, konnte vom Hbf aus den Pendeltriebwagen 642 548 direkt ins Werk nutzen. Dort war für die jüngsten Besucher eine große Legobahn an Hand des heimischen Eisenbahnnetzes aufgebaut. Auf einer kleinen Bühne gab es verschiedene Darbietungen musikalischer Art oder es wurden bei Fragerunden Preise verlost.
Im Außenbereich des alten Ringlokschuppens demonstrierten Bahnmitarbeiter die Aufgleisung eines IC Wagens mittels des Deutschlandgerätes. Dort stand auch ein Schneepflug der Bauart Meiningen und die 120 201. Am Ringlokschuppen war auch der Treffpunkt für geführte Werkstattführungen. Doch ich lenkte zunächst meine Schritte in die neue Wartungshalle, da vor dieser um 11.30 Uhr die Taufe eines Triebwagens der BR 442 auf den Namen "800 Jahre Hansestadt Rostock" erfolgen sollte. In der Halle selber waren die in Rostock beheimateten Fahrzeuge ausgestellt, die auch von innen besichtigt werden konnten. Der Akkuschlepper ASF 107 war einer von vier bauartgleichen Fahrzeugen, die ich im Rostocker Regiowerk entdeckte.

An dieser Stelle erst einmal aus Zeitgründen nur der erste Teil des Werkbesuchs meinerseits.
(3.7.2018, Fotos: Detlef Radke)






Ein schwarzer Tag in der Bahnhofsgeschichte von Bad Kleinen
Am 27. Juni jährte sich zum 25. Mal der Tag, an dem die Staatsmacht der BRD auf dem Bf Bad Kleinen zwei langgesuchte mutmaßliche Terroristen verhaften wollte. Was bei der einen Person gelang, entgleiste bei der Verhaftung der zweiten Person scheinbar völlig und endete in einer Schießerei, bei der letztendlich zwei Tote zu beklagen waren. Auf der Treppe zum Bahnsteig 3/4 starb der GSG 9 Beamte Michael Newrzella und im Bahnsteiggleis 3 fand man anschließend den sich angeblich durch Selbstmord getöteten Holger Grams. Zur Erinnerung an den Todestag des GSG 9 Beamten hatte jemand auf dem Bahnsteig 1/2 ein Blumengebinde niedergelegt. Der ehemalige Bahnsteig des Geschehens ist inzwischen abgerissen und derzeit im Aufbau für einen neuen Bahnsteig.


(3.7.2018, Foto: Frank Tille)