Beiträge von April - Juni 2017
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Ein traurige Nachricht
Heute Morgen erreichte mich die traurige Nachricht, das der mir seit vielen Jahren gut bekannte Eisenbahner und auch Eisenbahnfreund Jürgen Bühring am Abend des 24. April plötzlich verstorben ist. Die offizielle Meldung:

"Stadtvertreter stirbt während der Sitzung
Stadtvertreter Jürgen Bühring ist am Montagabend während der Sitzung des Gremiums verstorben. Der 49-Jährige erlitt vermutlich einen Herzinfarkt. Kurz nach 20 Uhr brach Bühring zusammen, trotz der sofort eingeleiteten Rettungsmaßnahmen durch eine Besucherin der Veranstaltung und die Maßnahmen des Rettungsdienstes, konnte der Familienvater nicht gerettet werden.
Grevesmühlens Stadtvertreter und Bürgermeister Lars Prahler sind schockiert. Mit Jürgen Bühring verliert die Stadt einen Ehrenamtler, der seit vielen Jahren das Gesicht Grevesmühlens geprägt hat.
Als Vorsitzender des Freibadvereins und des Fördervereins der Grundschule Fritz Reuter kümmerte er sich unermüdlich um die Belange der Kinder und Jugendlichen in der Stadt. Beim Grevesmühlener FC engagierte er sich ebenfalls, ebenso wie in der Links-Fraktion in der Stadtvertretung.

Auch die die ihn nicht kannten werden in den letzten Jahren immer einmal wieder seine Bilder, oft vom Bahnhof Bad Kleinen, wo er einen exponierten Arbeitsplatz hatte, gesehen haben. Das Foto aus dem Jahre 2015 zeigt ihn in Schwerin auf der 18 201, wo er als Lotse mitfuhr. Eben bemerke ich noch, das er an seinem Todestag die etwas weiter unten in einem kleinen Beitrag abgebildete Überführung der Feldbahnlok in seiner Heimatstadt aufgenommen hat und mir das Bild um 13.38 Uhr per Mail schickte. Vermutlich sein letztes Foto! Das Leben kann manchmal hart sein.

Meine Anteilnahme geht an seine Familie.
(26.4.2017, Foto: Frank Tille, 15. 5. 2015)


Mecklenburgs älteste Eisenbahnstrecke wird 170 Jahre alt...
und fast keiner würdigt dieses Jubiläum. Nur die privaten Besitzer des Empfangsgebäudes in Hagenow Land laden zu einem Bahnhofströdelmarkt ein.
(24.4.2017)


Ab nach Hause
Nach dem Dienst zu Ostern beim "Lütt Kaffeebrenner" in Klütz wird die kleine Feldbahndampflok wieder per Straßentransport nach Schwichtenberg gebracht. Dort setzt man sie auf einem kurzen Teilstück der ehemaligen MPSB gelegentlich ein. Das Foto entstand heute auf der Umgehungsstraße in Grevesmühlen.
(24.4.2017, Foto: Jürgen Bühring)


Umleiterverkehr zwischen Wismar und Rostock
Anpassungsarbeiten an der Fahrleitung im Bahnhof Bad Kleinen führten am letzten Wochenende (21. - 23. 4.) zu einer Unterbrechnung des Bahnverkehrs. Da die von und nach Wismar verkehrenden Güterzüge nicht den direkten Weg nehmen konnten, sind sie über Rostock und Bad Doberan umgeleitet worden. Somit gelangten wieder einige 232/233 auf dieser Strecke zum Einsatz, die im Normalfall nicht von Güterzügen befahren wird.
Die Fotos zeigen die 233 521 + ??? mit einem Schrottzug aus dem Wismarer Hafen für das Stahlwerk in Brandenburg an der Havel, bei der Durchfahrt des Bf Bad Doberan. Das zweite Bild zeigt die gleiche Lok mit einem vermutlich leeren Schrottpendel bei der Durchfahrt in Bad Doberan in Richtung Wismar. Zu letzt sehen wir die 233 478 mit einem Tankcontainerzug in Richtung Wismar im einstigen Bahnhof Kröpelin. Der jetzt vermutlich nur noch ein Haltepunkt ist?
(24.4.2017, Fotos: Robert Dröse)




Gleisrückbau auf dem Bahnhof Karow
Diesen Monat haben auf dem Bahnhof Karow die Arbeiten zum Gleisrückbau begonnen. Nach dem bereits zu Ostern Rodungsarbeiten an der nachgewachsenen Vegetation sichtsbar waren, ist derzeit eine Firma mit drei Zweiwegebaggern dabei seit Jahrzehnten brachliegende Gleise zu entfernen. Die Schienenenden werden am Bü neben der Kirche zwischengelagert. Dort traf ich auch abends den Fuhrpark der Gleisbauer an.
Nach meinem Eindruck werden bis auf die vier Bahnsteiggleise + zwei weietere dahinter liegende Gleise alle abgebaut. Auch die bereits seit Jahren nur noch als Betonpodest existierende Umladerampe ist bereits an den Ende teilweise abgebrochen worden. Das besondere an dieser Umladerampe, die mitten zwischen den Gleisen steht oder stand, ist der Umstand das dort nur eine Umladung von Waggon zu Waggon stattfand. Sie hatte keinen Straßenanschluss. So etwas ist mir ansonsten noch nie im mecklenburgischen Eisenbahnnetz begegnet. Oder kennt jemand noch so einen Fall? Der Betonsockel stammt vom ehemaligen Kohlenkran an der Lokbehandlungsanlage. Einst gab es hier sogar eine Drehscheibe, die Existenz eines Lokschuppens ist mir nicht bekannt.
(24.4.2017, Fotos: Detlef Radke)





Tschüß Triebwagenbaureihe 628
Jetzt ist auch der allerletzte 628/928-Triebwagen aus Meck Pomm verschwunden. Seit dem 18. April wird der 628/928 631 im Werk Rostock durch die Firma "Ziems Recycling GmbH, Malchow" zerlegt. Seit 2012 ist er bereits in Rostock wegen eines Unfalls in Szczecin abgestellt. Auch die beiden in Neustrelitz zur Ersatzteilgewinnung abgestellten 628/928 610 und 641 sind wieder in Berlin. Also ist Meck Pomm 628-frei, nach 22 Jahren.
(24.4.2017)


Feldbahnspuren entdeckt
In Mecklenburg muss es zahllose Feldbahnen von den Gütern zu ihren Feldern oder zum nächsten Bahnhof gegeben haben. Ein Thema der sich noch niemand angenommen hat, so weit ich weiß. Allerdings endete die Ähra dieser kleinen Bahnen nach 1945, als man die Gutsherren enteignete und begann die Güter aufzusiedeln. Doch nach so langer Zeit findet man immer mal wieder irgendwo Spuren im Straßenbelag oder gar Gleisreste in einer Straße.
Am 10. April war ich auf dem Weg von Wismar über Neubukow nach Rerik. Recht frühzeitig begann unterwegs die Ausschilderung, das eine Durchfahrt nach Bad Doberan nicht möglich ist, wegen einer Straßensperrung. Leider verrieten die Schilder nicht, wo diese Vollsperrung denn sein soll. Ich wollte ja blos bis Neubukow fahren und dort abbiegen. Also ignorierte ich erst einmal die Schilder und fuhr ganz tapfer weiter, bis am Bf Hagebök das Sackstraßenschild auftauchte. Dumm gelaufen dachte ich so und fuhr kurzerhand über den Bü in das Dorf hinnein, in der Hoffnung einen Weg nach Rerik zu finden. Dem war nicht so, wie sich dann herausstellte und so musste ich einige Kilometer zurückfahren. Aber beim Wenden vor dem ehemaligen Gutsgebäude sah ich diesen typischen Abdruck eines Feldbahngleises im Kopfsteinpfalster, der nun schon Jahrzehnte überdauert hatte.
(14.4.2017, Foto: Detlef Radke)


Bahnhof Bad Kleinen im April 2017
Am 9. und 10. April bot sich für mich einmal wieder die Gelegenheit dem Bahnhof Bad Kleinen einen Besuch abzustatten. Nach dem Kahlschlag an den Gebäuden sieht der Bahnhof wirklich kahl aus, zu mal nun auch die Bahnsteigüberdachung des Bahnsteiges 1/2 abgerissen worden ist. Etliche neue Betonfundamente sind inzwischen für neue Fahrleitungsmaste gegossen worden. Auch da scheint es einige Veränderungen zu geben. Am nächsten Wochenende ist bereits die nächste Vollsperrung des Bahnhofs angekündigt. Der genaue Grund ist mir derzeit nicht bekannt.
(14.4.2017, Fotos: Detlef Radke)